Preisträger der Leipziger Buchmesse 2019

Belletristik:

Anke Stelling: Schäfchen im Trockenen
(Verbrecher Verlag)

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Über das Buch

Resi hätte wissen können, dass ein Untermietverhältnis unter Freunden nicht die sicherste Wohnform darstellt, denn Freundschaft hört bekanntlich beim Geld auf. Die ist im Fall von Resis alter Clique mit den Jahren brüchig geworden. Sie hätte wissen können, dass spätestens mit der Familiengründung der erbfähige Teil der Clique abbiegt Richtung Eigenheim und sie zusehen muss, wie sie da mithält. Noch in den Achtzigern hieß es, alle Menschen wären gleich und würden demnächst auch durch Tüchtigkeit und Einsicht gerecht zusammenleben. Nun sieht Resi sich angesichts einer Wohnungskündigung mit der harten und enttäuschenden Wirklichkeit konfrontiert

Sachbuch/Essayistik

Harald Jähner: „Wolfszeit. Deutschland und die Deutschen 1945-1955“
(Rowohlt Verlag)

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Über das Buch

Zahllose Versprengte ziehen durchs Land, Kinder haben keine Väter mehr, die alte Staats- und Gesellschaftsform gilt nicht mehr – zugleich führen durch die geisterhaft entvölkerten Straßen Deutschlands wieder Rosenmontagszüge, Jazz erklingt aus Ruinen, Intellektuelle stoßen Debatten an und die Alliierten initiieren die demokratische Bildungsarbeit zur Überwindung des Nationalsozialismus. Harald Jähner legt die erste große Mentalitätsgeschichte der Nachkriegszeit vor, in der die Nachkriegsdeutschen und der Wandel ihrer Alltagswelt im Mittelpunkt stehen.

Übersetzung

Eva Ruth Wemme: übersetzte aus dem Rumänischen: „Verlorener Morgen“ von Gabriela Adameşteanu
(Die Andere Bibliothek)

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Über das Buch

Gabriela Adameşteanu ist eine der wichtigsten Stimmen der rumänischen Literatur des 20. Jahrhunderts. 35 Jahre nach seinem Erscheinen in Rumänien liegt nun ihr Roman Verlorener Morgen dank Eva Wemme auch auf Deutsch vor. Ein einziger Tag, ein Bukarester Wintermorgen im Leben der Protagonistin Vica Anfang der 1980er-Jahre bildet die Klammer, die alles zusammenhält: Den 1. Weltkrieg, den Terror der 50er Jahre und die triste Ceausescu-Zeit, die Vica zur Sprache bringt. Mit großem erzählerischem Atem und ausschweifenden Dialogen entsteht auf diese Weise ein Panorama der Geschichte eines ganzen Landes mit all seinen Traditionslinien und Brüchen.